Wo Schimmelpilze sind, leben oft auch Bakterien

Nährboden mit BakterienWo es warm und feucht ist, fühlen sich Bakterien ebenso wohl wie Schimmelpilze. In Gebäuden treten bestimmte Bakterien häufig nach Feuchteschäden auf. Sie siedeln sich auf den verschiedensten Materialien an, z. B. Putz, Tapete, Styropor, Mineralwolle. Ähnlich wie (Schimmel-)Pilze bilden sie ein Geflecht aus Fäden (Mycel). Daher wurden sie früher mit Pilzen verwechselt und Actinomyceten genannt („Strahlenpilze“ von griech. aktis = Strahl und mykes = Pilz). Erkennbar sind sie oft an einem typischen modrig-erdigen „Kellergeruch”.

Gesundheitsgefahren durch Bakterien

In der Luft

Manche Bakterien können in höheren Konzentrationen ähnlich wie Schimmelpilze die Gesundheit gefährden. Sowohl die Keime selbst als auch ihre Sporen, vor allem aber die von ihnen abgegebene Toxine können unterschiedlichste Beschwerden auslösen, z. B.

  • Schleimhautreizungen
  • Infektionen
  • Allergien
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Muskel- und Gliederschmerzen

Selbst abgestorbene Mikroorganismen können noch toxische Stoffwechselprodukte in die Raumluft abgeben. Deshalb reicht eine Trocknung und Desinfektion der befallenen Gebäudeteile oft nicht aus. Um die Gesundheitsgefahr zu beseitigen, ist eine fachgerechte Sanierung der betroffenen Bauteile angeraten.

Im Wasser

In Wasser leben einige besonders gesundheitsschädliche Bakterien wie z. B. Legionellen oder Pseudomonaden. In Innenräumen kommen die Nasskeime z. B. vor:

  • im Trinkwasser
  • in Duschen, Toiletten
  • in Luftbefeuchtern von Klimaanlagen
  • in Zimmerspringbrunnen
  • in Schwimmbecken

Wenn sie in zerstäubtem Wasser (Aerosol) eingeatmet werden, können die Keime Lungenentzündungen und andere schwere Infektionen auslösen und damit für immungeschwächte Personen extrem gefährlich werden. Ob es bei Ihnen Legionellen, Pseudomonaden oder andere potenziell infektiöse durch Wasser übertragene Bakterien gibt (z. B.: Escherichia coli, Coliforme Bakterien, Enterokokken und Clostridien) zeigt unsere Wasseranalyse.

Ursache finden – und beheben!

Um die mikrobielle Belastung zu reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, ist es wichtig, die Ursache für den Bakterienbefall auszumachen. Bestimmte Bakterien sind ein Hinweis auf einen Nässe- und/oder Fäkalschaden, z. B. durch bauliche Mängel oder einen Rückstau aus der Kanalisation. Ist die Quelle gefunden, zeigt eine Materialanalyse der befallenen Stellen den Schweregrad der Belastung an. Danach richtet sich Ihre Sanierungsplanung.

Probennahme

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie einen Bakterienbefall vermuten. Wir besprechen das weitere Vorgehen. Ihre Proben analysieren wir sofort – damit Sie schnellstmöglich die Ursache für den Feuchteschaden und den Bakterienbefall beseitigen und wieder gesund und sicher wohnen können.